Programm
In memoriam Paul Hindemith II

KÜNSTLER

Melinda Paulsen, Gesang

MUTARE ENSEMBLE
Dirk Peppel, Flöte
Ulrich Mehlhart, Klarinette
Klaus Dreier, Klavier
Johannes Blumenröther, Violine
Monika Nußbächer, Violine
Klaus Opitz, Viola
Katrin Mehlhart, Viola
Susanne Müller-Hornbach, Violoncello
Bernhard Spranger, Violoncello
Gerhard Müller-Hornbach, Moderation
KOMPONISTEN

Paul Hindemith
Die junge Magd op. 23 Nr.2 (1922) Sechs Gedichte von Georg Trakl für eine Altstimme mit Flöte, Klarinette und Streichquartett

Paul Hindemith
Des Todes Tod op. 23.a (1922)
Drei Lieder nach Gedichten von Eduard Reinacher für eine Frauenstimme mit Begleitung von zwei Bratschen und zwei Celli

Paul Hindemith
Quartett für Klarinette, Geige, Cello und Klavier (1938)
Die frühen Liederzyklen von Paul Hindemith repräsentieren den musikalischen Expressionismus in seiner typisch „hindemithschen“ Ausprägung „par excellence“. Die Abwendung vom romantischen Pathos mit seiner Betonung der Emotionalität und die Hinwendung zum schroffen, ungebändigten und direkten Ausdruck sind hierfür charakteristisch. Jedes kompositorische Mittel legitimiert sich ausschließlich aus seiner Tauglichkeit für die angestrebte Kompromisslosigkeit des Ausdrucks. Das Quartett aus dem Jahr 1938 dagegen ist ein Beispiel für Hindemiths satztechnisch weiterentwickelten Komponierweise und der daraus gewonnenen Objektivierung des Ausdrucks. Die ungestüme Unmittelbarkeit der 20er Jahre ist hier einer souveränen Handhabung des kompositorischen Handwerks und einer daraus er wachsenden spielerischen Differenzierungsfähigkeit gewichen.

In Kooperation mit der Frankfurter Bürgerstiftung