Russische Kultur, die wir wertschätzen: Sonate für Cello und Klavier von Dmitri Shostakovich

Es gibt ein Russland, das in diesen Tagen völlig in Vergessenheit zu geraten droht, ein Russland der Kultur, der Musik und der Humanität: Pjotr Iljitsch Tschaikowski oder Dmitri Shostakovich stehen für dieses Russland, und es ist eine besondere Freude, dass ein Werk Shostakovichs im Rahmen der Kammerkonzertreihe zur Aufführung gekommen ist. Dies verdanken wir zwei Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst: dem Cellisten Yingzhe Zheng, geboren 1993 in Guangdong Zhuhai, China, und dem japanischen Pianisten Taiji Koga. Ihr Konzert am 9. März 2022 musste pandemiebedingt abgesagt werden, aber im Videokonzert haben sie dann doch Dmitri Shostakovichs Sonate für Cello und Klavier d-Moll op. 40 aufführen können.

Liederabend mit der Mezzosopranistin Carmen Artaza

Das Programm „Von Wien in die Pampa“ verbindet die romantischen Kompositionen Franz Schuberts und Gustav Mahlers mit Werken Gioachino Rossinis und des Spaniers Fernando Obradors. Zum Abschluss erklingen exotische Lieder aus der Pampa komponiert von Alberto Ginastera. Interpretiert werden die Werke von der Mezzosopranistin Carmen Artaza, die am Klavier von Hilko Dumno begleitet wird. Einmal mehr wurde das Konzertvideo im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse (anstelle des am 16. Feburar geplanten Liederabends) eingespielt.

 

Oxalis Quartett spielt Werk
des lettischen Komponisten
Peteris Vasks

Peteris Vasks ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten Lettlands. Typisch für Vasks Klangsprache ist der Dualismus der Bilder und Stimmungen, der in dem zweisätzigen Opus sehr ausdrucksstark eingesetzt, das das Oxalis-Quartett in seinem Konzertvideos vorstellt. Das 5. Streichquartett, komponiert in den Jahren 2003 und 2004, arbeitet mit diesen Kontrasten aus dramatischen, traurigen und hoffnungsvollen Stimmungen.

Das Oxalis Quartettfand sich 2017 an der Hochschule für Musik Mainz zusammen und vereint vier junge Musiker:innen – aus der Ukraine, Slowenien und Deutschland stammend –, die ihre große Leidenschaft für die Literatur des Streichquartetts teilen. Im Oktober 2021 begann das Streichquartett seine künstlerische Ausbildung im Master-Studiengang an der HfMDK Frankfurt bei Prof. Tim Vogler.

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Duo Aavik-Žukova interpretiert Leoš Janáčeks Sonate für Violine und Klavier

Das Duo Aavik-Žukova mit Karolina Žukova (Klavier) und Hans Christian Aavik (Violine) sollte am 10. November 2021 im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse 1822 spielen. Nach der Absage konnte mit Unterstützung von Peter Bunse (Bild), Paul Landsiedel (Ton) und der Frankfurter Sparkasse 1822 ein ein neues Konzertvideo produziert werden.

Die beiden Musiker spielen Leoš Janáček (1854-1928): Sonate für Violine und Klavier mit den Sätzen I Con moto, II Ballada. Con moto, III Allegretto, IV Adagio. 

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Trio Hannari beglückt mit Klaviertrio von Friedrich Smetana

Das Trio Hannari, sollte am 27. Oktober 2021 im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse 1822 spielen. Das Konzert musste leider pandemiebedingt abgesagt werden, aber so ergab sich die Gelegenheit, die schöne Reihe der Konzertvideos fortzusetzen. Dank der fachmännischen Unterstützung von Peter Binse (Bild) und Paul Landsiedel (Ton) konnte einmal mehr ein lebendiger Augenblick klassischer Kammermusik eingefangen werden. .

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit dem Trio Hannari mit Hanna Ponkala (Violine), Larissa Nagel (Violoncello) und Rie Kibayashi (Klavier). Sie spielen

Friedrich Smetana: Klaviertrio g-Moll op. 15 (1. Moderato assai, 2. Allegro, Ma non agitato - Alternativo I. Andante - Alternativo II. Maestoso, 3. Finale. Presto)

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Das Konzertprogramm 2021/2022 zum Download

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Den Menschen Musik nahe bringen

Am 12. Dezember 1959 gründeten die Polytechnische Gesellschaft und die Frankfurter Sparkasse den "Verein zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker e.V." als selbstständiges Tochterinstitut der Polytechniker. Seit nunmehr 60 Jahren verfolgt der Verein das Ziel, junge Künstlerinnen und Künstler durch seine lebendige Konzertreihe zu fördern. Dabei bietet der Verein einen leichten Zugang für das Publikum: Die Konzerte sind zumeist eintrittsfrei, und die Programme bieten bewährte Konzertliteratur ebenso wie selten zu hörende Kompositionen. Der Verein hat nicht nur einen festen Platz im Konzertleben Frankfurts. Seit 1970 werden viele Kammerkonzerte auch in Gemeinden im Umland von Frankfurt angeboten. Zurzeit finden Konzerte in Schwalbach, Bad Vilbel und Friedrichsdorf statt. Diese rege Konzerttätigkeit ist möglich dank einer engen und seit Jahren erfolgreichen Kooperation zwischen der Polytechnischen Gesellschaft und der Frankfurter Sparkasse.

Auf Initiative von Emil Emge, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Sparkasse, entstanden zunächst die Kammerkonzerte der Polytechnischen Gesellschaft. Sie wurden exklusiv für die Mitarbeiter der Sparkasse veranstaltet. Dann jedoch machte man aus einer Not eine Tugend: In der vom Krieg schwer zerstörten Stadt fehlte es an Konzerträumen. Was aus Liebe zur Musik und aus Neigung zu anspruchsvoller Hausmusik begann, fand 1959 in der Gründung des Vereins zur Pflege der Kammermusik und zur Förderung junger Musiker seine formale Fixierung. Die Akustik der Schalterhalle der Frankfurter Sparkasse, des heutigen Kundenzentrums in der Neuen Mainzer Straße, wurde überarbeitet und ein hervorragender Kammermusiksaal geschaffen.

Der erste Kammermusikabend fand am 25. Februar 1960 noch im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse statt. Schon mit dem vierten Kammermusikabend musste am 23. Juni 1960 der Verein in die größere Schalterhalle wechseln. Hier wurden zunächst 274 Konzerte veranstaltet. Ab dem 20. September 1989 fanden wegen eines größeren Umbaus der Schalterhalle die Frankfurter Konzerte im Mozartsaal der Alten Oper Frankfurt statt. Mit dem 382. Kammermusikabend kehrte am 25. Oktober 2000 die Konzertreihe an ihren ursprünglichen Veranstaltungsort zurück. Insgesamt fanden inzwischen weit mehr als 1.100 Konzerte in Frankfurt und Umgebung statt und rund 4.500 Hörerinnen und Hörer besuchen jährlich die Konzerte des Kammermusikvereins.

Die künstlerische Leitung des Vereins übernahm ab 1965 Professor Günter Weigmann, der in Verbindung mit seiner Kammermusikklasse an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst den Konzerten hohe Qualität verlieh und für die Konzertreihe einen noch heute gültigen Rahmen schuf. Nach seinem Tode im Jahre 1976 teilten sich der damalige Rektor der Musikhochschule, Professor Hans-Dieter Resch, und sein Prorektor, Professor Gerhard Mantel, assistiert von Erika Weigmann, die Konzertreihe und bauten sie aus. 1997-2017 gestalteten Professor Resch und der damalige Leiter der Kammermusikklasse der Hochschule, Professor Hubert Buchberger, in Zusammenarbeit mit Stefan Schmitt die Programme. Die enge Bindung zur Hochschule, die bewährte Qualität und damit auch die Förderung junger Musiker blieb erhalten. Seit der Übernahme der Leitung durch Resch wurden auch junge Musiker aus dem In- und Ausland eingeladen und unterstützt. Durch die Initiative des ehemaligen Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft, Professor Hans Jürgen Hellwig, und Hubert Buchbergers wurde im Jahr 1998 der „Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft“ ins Leben gerufen. Der Wettbewerb findet jährlich in der Hochschule für deren Studierende statt. Die Preisträger erhalten außer einem Geldpreis die Möglichkeit, in einem Konzert der Reihe aufzutreten.

Im Jahre 2018 übernahm Prof. Tim Vogler die künstlerische Leitung der Kammermusikreihe und des Polytechnischen Wettbewerbs, nach wie vor in Zusammenarbeit mit Stefan Schmitt, der für die organisatorische Umsetzung der Konzerte verantwortlich ist.

Im September 2020 wurde Professor Dr.med. Ulrich Finke in der Nachfolge von Dr. Birgit Sander zum neuen Vorsitzenden des Kammermusikvereins gewählt.

Schalterhallen-Konzert unter Leitung von Günther Weigmann, März 1965