PROGRAMM
ADVENTSKONZERT: WERKE VON JOHANN SEBASTIAN BACH

KÜNSTLER

Liisa Randalu, Viola
Andreas Küppers, Cembalo
Marie Deller, Blockflöte
Martina Backes, Blockflöte
Ein Ensemble aus Studierenden und Lehrenden
der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Hubert Buchberger, Leitung

KOMPONISTEN

Drei Kontrapunkte aus der „Kunst der Fuge“ BWV 1080
Konzert Es-Dur für Viola, Streicher und B.c. (nach BWV 169, 49, 1053)
Konzert G-Dur BWV 1057 für Cembalo, 2 Blockflöten, Streicher, B.c.
Ouvertüre Nr. 4 D-Dur BWV 1069 für Oboen, Fagott, Streicher, B.c.

Für Johann Sebastian Bach und viele seiner zeitgenössischen Kollegen war es eine selbstverständliche
Praxis, Werke umzuarbeiten und in veränderter Gestalt erneut zu verwenden. Wir möchten in unserem Bach-Programm solche Stücke vorstellen, etwa die Frühfassung der 4. Orchestersuite, die ursprünglich ein rein doppelchöriges Werk war. Oft hat Bach eigene Instrumentalsätze in seinen Kantaten erneut verwendet. Manchmal sind nur noch diese Kantatenversionen erhalten, und wir können versuchen, die ursprüngliche Gestalt zu rekonstruieren, wie etwa im Falle des Es-Dur-Bratschenkonzertes. Kriterien für solch ein Rekonstruktionsverfahren können wir gewinnen, indem wir Bachs Vorgehen an den Werken studieren, die in mehreren Fassungen überliefert sind. Die Bachschen Cembalokonzerte z. B. sind allesamt so genannte Parodien früher entstandener konzertanter Werke. In einigen dieser Konzerte können wir beide Versionen direkt vergleichen und exemplarisch erleben, wie Bach aus einer Violinstimme eine Cembalopartie entwickelt: Die Urgestalt des Cembalokonzertes BWV 1057 ist nämlich das 4. Brandenburgische Konzert mit seiner hochvirtuosen Violinpartie.